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Schloss Tarasp |
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Kaum eine andere Burganlage der Schweiz beherrscht die Landschaft
so markant wie das mächtige Schloss Tarasp.
Im 11. Jh. nahmen hier die Herren von Tarasp, die aus der Gegend des
Comersees ins Engadin gezogen waren, Wohnsitz. 1239 gelangte die Festung
an die Grafen von Tirol. Da das Unterengadin zum Bistum Chur gehörte,
folgten verschiedene Auseinandersetzungen zwischen den Tiroler Grafen,
den Bündnern und den Bischöfen von Chur um den Besitz der
Burg.
1803 wurde Tarasp durch Napoleon der helvetischen Republik zugeschlagen.
Schloss Tarasp wechselte verschiedentlich den Besitzer, bis im Jahr
1900 der Dresdner Fabrikant Dr. Lingner die inzwischen komplett geplünderte
Anlage kaufte und eine aufwendige Gesamtrenovation vornahm.
Wie das Schicksal spielt, verstarb der stolze Besitzer unmittelbar
nach der Renovation im Juni 1916. Die schöne Frau, die er in
Tarasp empfangen wollte, hat die für sie bereitgestellten Gemächer
nie betreten.
Heute gehört die Burganlage der Familie von Hessen.
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